Schweizreise vom 01. bis 12. August 2010

Reisebericht

01.08. Anfahrt
Alle Teilnehmer stehen rechtzeitig am Rathaus in Barsbüttel. Um 07.00 Uhr wird das Gepäck verladen. Nach diversen Zwischenstopps mit Picknick, Kaffee und Kuchen erreichen wir gegen 18.00 Uhr Schallstadt im Südschwarzwald. Der Wirt heißt uns ganz herzlich willkommen. Die Zimmer sind sehr gut. Das Essen ist prima, die Stimmung toll. Gegen 22.00 Uhr ist Schluß.

02.08. Glacier-Express
Um 07.00 Uhr fahren wir ab in Richtung Schweizer Grenze. An Luzern am Vierwaldstättersee vorbei geht unsere Fahrt. Wir durchqueren viele Tunnel. Unser Fahrer Sven erzählt viel Interessantes von der Umgebung, der Geschichte der Schweiz, den unterschiedlichen Sprachen. Er hat ein umfangreiches Wissen, von dem wir gern profitieren. Andermatt können wir besichtigen, dann wartet der Glacier-Express auf uns. Mittagessen wird uns im Zug serviert. Der Weg führt uns hoch in die Berge. Wir beobachten kleine Wasserfälle, Seen, verschlafene Orte, Bäche, die den Zug ein Weilchen begleiten. Das Wetter ist wunderschön. Über Disentis thront das schöne Kloster. Die Rheinschlucht erleben wir als absolut imposant. Für Chur, die alte Stadt, haben wir leider nur einige Minuten. Viele Zuflüsse des Rheins gurgeln neben uns her. Dann überqueren wir das große Viadukt. Gespannt warten wir auf den günstigsten Moment zum Fotografieren. Die ganze Zeit können sich unsere Augen nicht sattsehen an den grünen Matten, gurgelnden Bächen, schroffen Felsen, tiefen Tälern, Geschafft von den Eindrücken der Zugfahrt kommen wir in Davos an. Unser Hotel ist sehr schön. Wir lernen unseren Reiseleiter für die nächsten Tage kennen. Nach dem Abendessen gehen wir noch ein wenig im strömenden Regen spazieren. Dann wartet das breite Bett auf uns.

03.08. Davos
Wir erkunden Davos per Busrundfahrt. Erich führt uns in den wunderbaren "großen Saal" im Rathaus: tolle, eindrucksvolle Holzdecken, Holzpfeiler, Holztüren, ein herrlicher Kachelofen. Wir sitzen hier und staunen. Dieser Raum dient nur noch Repräsentationszwecken. Nebenan bestaunen wir die kleine reformierte Kirche. Sie ist ganz schlicht, hat aber zauberhafte, kunstvoll verzierte Fenster. Davos hat ein imposantes Sportzentrum, die Vaillant-Arena. Hier drehen zurzeit Läufer ihre Runden. Im Winter ist der ganze Platz eine Eisbahn. Nebenan trainieren heute Schlittschuhläufer. Weiter hinten wird Hockey gespielt. In der großen Vaillant-Arena findet gerade Paarlauf statt. Diese Arena ist nur für Eishockeyspiele erbaut.
Die Davoser Milch-Arena wartet auf uns. In der Käserei beobachten wir die Produktion des Bergkäses. In einem großen Kessel rührt ein riesiger Stab die Milch, die schon die entsprechenden Zutaten bekommen hat. Man zeigt uns einen Film über die Arbeit und das Leben der Bergbauern sowie die Sage über die Entstehung des ersten Emmentalers. Wir probieren die Molke. Die später für uns vorbereitete Käseplatte ist sehr lecker. Wir probieren Bergkäse, Ziegen- und Schafskäse, einen Rauchkäse und andere Käsearten. Eigentlich wäre lt. Programm ein Aufenthalt in unserem Hotel vorgesehen. Da das Wetter aber zu schön ist, unternehmen wir einen Spaziergang an den Davoser See. Die Luft ist wundervoll. Das Dörfchen Wolfgang am Ende des Sees ist wunderschön. Erich erzählt von der Arbeit der Lawinenwarnstation auf dem Gipfel.
Die Kellerei, die wir besuchen, hat nicht viel mit Wein zu tun, wohl aber mit Likören. Wir erfahren von der Produktion, dürfen kosten. Die meisten Liköre schmecken sehr lecker. Am Nachmittag geht's hoch zum Jakobshorn. Hier ist es umwerfend. Die Sicht auf die Gipfel ist nicht so toll, aber das Tal liegt malerisch unter uns. Super. In der letzten Bahn hinunter ins Tal ist es unglaublich voll.

04.08. Klosters und Schatzalp
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Erich hat angeboten, nach Klosters und auf die Madrisa-Alp zu fahren. Das Wetter ist toll. Klosters liegt tiefer als Davos, ist ein zauberhaftes kleines Städtchen mit wundervollen Häusern, Fensterläden aus Holz, Blumenkästen in leuchtenden Blumen darin. Vor der kleinen Kirche steht ein Brunnen mit einem Steinbock, dem Wappentier Graubündens.
Mit Vierer-Gondeln fahren wir hoch zur Alp. Es ist wunderschön, über die grünen Wiesen zu schweben. Oben empfängt uns traumhaft frische Luft bei ca. 11 Grad. Wir fühlen uns sehr wohl, entdecken ein Heuhotel. Das sieht sehr kuschelig aus, ist sehr urig. Wir wandern die Alp hinaus, haben aber nur ca. 1 Stunde Zeit. Unsere Leutchen sitzen in kleinen Gruppen auf Bänken oder Kabelrollen und erfreuen sich an der tollen, grandiosen Landschaft.
In Davos angekommen, kaufen wir Bündner Spezialitäten für das morgige Picknick ein. Nachmittags steht das Berghotel Schatzalp auf dem Programm. Ein launiger Eventmanager erzählt in humorvoller Art die Geschichte des ehemaligen Sanatoriums für Lungenerkrankungen. Wir haben in diesem altehrwürdigen Jugendstilhotel viel Spaß. Der ehemalige OP ist heute das Schwimmbad, der Röntgenraum ist heute das Raucherzimmer. Imposant ist die Friedrich-Suite, die noch zum großen Teil mit Originalmöbeln und im Bad mit Originalarmaturen bestückt ist. Interessant sind die tiefen Balkone mit der traumhaften Aussicht auf die Berge, die außergewöhnlichen Liegen, die es noch heute gibt, die "Durchgangstüren" auf den Balkonen. Wir können uns vorstellen, dass man bei den langen Kuren in diesem Haus genesen konnte. Leider hatten nur sehr betuchte Mitbürger eine Chance, hier eine Kur zu machen.

05.08 Fahrt mit dem Bernina-Express
Ganz früh ist die Nach zu Ende. Es regnet. Am Bahnhof wartet unser Zug. Wagen 16 ist für uns reserviert. Leider begleitet uns das nasse, graue Regenwetter die ganze Strecke. Natürlich sehen wir etwas von der Umgebung. Wir ahnen die phantastische Meisterleistung der Zugkonstrukteure, diese Höhenmeter zu überwinden. St. Moritz im Regen wirkt auf uns nicht besonders toll. Danach wird aus der Eisenbahn eine Straßenbahn, die mitten auf der Straße fährt. Das ist ein völlig neues Zuggefühl. Oben am Bernina sehen wir den Schnee auf den Gipfeln, ahnen den Moteratschgletscher. In Brusio erleben wir den Kehrtunnel, das ist unheimlich interessant. In Tirano erwartet uns Sven. Da es immer noch gießt, hat er im überdachten Busbahnhof einen perfekten Picknickplatz gefunden. Wir genießen die Bündner-Spezialitäten, den Schweizer Käse, das leckere Bergbrot und den Wein. Durch Italien geht's weiter am Comer See entlang. Hier am Westufer des Comer Sees fühlen wir uns wie an der Riviera: enge Straßen, schmale Häuser, große Villen, Oleander, der die Busfenster streift. Viele km geht es am See entlang. Es ist wunderschön. In Lugano klart das Wetter auf. Nach dem Abendessen unternehmen wir einen kurzen Spaziergang auf der Seepromenade. Dieser Abendspaziergang ist dann wirklich die Krönung eines wundervollen Tages.

06.08 Lugano und Morcote
Es ist noch bedeckt. Mit Erich erleben wir einen Stadtrundgang. Er führt uns über die Seepromenade in die Innenstadt. Unterwegs besichtigen wir die Kirche Santa Maria degli Angioli. Hinter der nichtssagenden Fassade hätten wir nie dieses Kleinod vermutet. Die kleine Kirche ist der Rest eines Franziskaner-klosters. Super, hier drinnen zu sein! Über die Via Nassa schlendern wir über Querstraßen vorbei am Sitz des Deutschen Honorarkonsuls auf die Plaza die Riforma. Bis 14.00 Uhr erkunden wir Lugano auf eigene Faust, sitzen in einer kleinen Trattoria und genießen den tollen Tag. Inzwischen scheint die Sonne, es ist wunderschön.
Um 14.00 Uhr fährt unsere Gruppe nach Morcote. Wir bummeln durch die touristischen Arkaden, erklimmen über 400 Stufen zur Kapelle. Hier ist es toll. Allein der Weg hinauf! Auf jedem Absatz bietet sich uns ein anderes Bild auf die Dächer der Stadt, den grün-silbern schimmernden See und die Berge ringsum. Wir können uns kaum sattsehen. Oben angekommen bestaunen wir andächtig die wundervolle Kapelle, erkunden den Friedhof mit den imposanten Gräbern, Mausoleen mit Engeln. Der Weg nach unten ist ziemlich einfach. Wir genießen noch ein wenig Morcote, sitzen auf einer Terrasse über dem See und sind glücklich und zufrieden.

07.08 Centovallibahn, Simplonpaß, Stockalperpalast
Der Abschied von Lugano fällt uns schwer. Die Sonne scheint, Wir fahren nach Locarno. Am Lago Maggiore ist es wunderschön, sehr ruhig, warm, die Berge spiegeln sich im Wasser. Erich führt uns durch die Arkaden auf die Piazza Grande. Hier tobt der Bär, in Locarno finden zurzeit die internationalen Filmfestspiele statt. Auf der Piazza stehen Tausende von Stühlen, eine riesige Leinwand ist aufgebaut. Es sieht gigantisch aus. Wir bummeln noch etwas durch Locarno, dann geht's mit der Centovallibahn nach Domodossola. Die Fahrt ist sehr schön, die Aussicht toll. Wir sehen Wasserfälle, Schluchten, Felsen, das Monte-Rosa-Massiv. In Domodossola angekommen, werden wir von Sven empfangen. Über viele Kehren und Serpentinen gelangen wir mit dem Bus auf den Simplonpaß. Hier ist es wunderbar, herrlich, die schneebedeckten Gipfel rund um uns! Hier in dieser himmlischen Umgebung genießen wir unser Picknick.
In Brig besichtigen wir den Innenhof des Stockalperpalastes, sind überrascht von der Schönheit des Palastes.
In Grächen im Mattertal werden wir herzlich und humorvoll vom Inhaber unseres Hotels empfangen. Ein paar Schritte geht's hoch, dann sind wir im Desiree. Wir fühlen uns sofort wohl. Die Zimmer sind schön, die Atmosphäre ist super. Es folgt das Käsefondue: absolut lecker. Vergnügt lassen wir diesen Tag ausklingen.

08.08 Zermatt und Gornergrat, Blick aufs Matterhorn
Es regnet ein paar Tropfen, als wir nach Täsch fahren. Die Prognosen für das heutige Wetter sind aber gut, das macht uns optimistisch.
Hannelore hat Geburtstag. Wir bringen ihr am Bus ein Ständchen und überreichen ihr die Geburtstagsgirlande mit unseren Wünschen. Der Shuttle fährt uns in wenigen Minuten nach Zermatt. Dort geht's mit der Gornergratbahn nach oben. 45 Minuten braucht die Zahnradbahn, bis sie den Gipfel auf 3.100 m erreicht. Bei jeder Kehre bieten sich uns neue Ausblicke. Die Fahrt ist schön. Oben angekommen, akklimatisieren wir uns etwas. Dann steigen wir langsam auf die höchste Plattform mit 3.134 m. Rund um uns bewundern wir die Gipfel der Viertausender: das Matterhorn mit einer kleinen Wolkenmütze, das Breithorn, Castor und Pollux, das Monte Rosa Massiv. Es ist unglaublich, wundervoll. Ein Teil der Gruppe wandert eine Station, ist total begeistert. Der Rest der Gruppe nimmt die Bahn abwärts.
In Zermatt angekommen, tobt hier der Bär: Ein großes Folklorefestival findet alljährlich am 2. Sonntag im August hier statt. Wir bewundern die Trachtengruppen, die Kuhglockenschwinger, die Alphornbläser, die Tanzgruppen. Ich höre, dass das diesjährige Folklorefestival das größte ist. So umfangreich war es noch nie. Wir sind begeistert. Tschüß, Zermatt, das war traumhaft!

09.08 Grimselpaß, Luzern
Der Abschied von Grächen fällt uns schwer. Gern wollten wir bleiben. Noch einmal genießen wir während der Busfahrt das herrliche Panorama der Walliser Alpen, fahren über sagenhafte Serpentinen durch die Rhoneschlucht, sehen kurz den Rhonegletscher. Immer höher schraubt sich der Bus auf den Grimselpaß. Den Aaregletscher sehen wir von Ferne. Dann wird die Landschaft lieblicher, die Berge weniger hoch. Am Brünig machen wir Halt und genießen im Schatten die Pause. Der See im Tal leuchtet grün zu uns herauf. Luzern ist unser Ziel. Hier ist es sehr voll. Wir müssen uns erst wieder an die Massen von Touristen gewöhnen, bewundern die historischen Gebäude, die lebhafte Innenstadt, die wunderschöne Jesuitenkirche, genießen das Eis an der Reuss, den Spaziergang auf der Kapellbrücke. Schön!

10.08. Wilhelm Tell
Zuerst bewundern wir das Löwendenkmal. Danach bewegen wir uns auf den Spuren von Wilhelm Tell. An der "Hohlen Gasse" wird uns wunderschön die Geschichte Wilhelm Tells dargeboten. Wir sind entzückt von der kleinen Show. Dann gehen wir durch die "Hohle Gasse" hoch zur Tellskapelle. In Altendorf bewundern wir das Tell-Denkmal. Eine Rundfahrt auf dem Urnersee mit Vorbeihuschen an Rüti, dem Schiller-Stein usw. rundet diesen Tell-Tag ab. Nach einem kurzen Mittagessen geht's in die Kirschbrennerei. Wir erfahren viel von Kirschen, Bränden und Methoden. Zwischendurch dürfen wir immer mal kosten.
Am Abend müssen wir uns von unseren beiden Reiseleitern Erich und Walter trennen. Die gesamte Gruppe ist in einem Hotel untergebracht. Alle zusammen verabschieden wir die Beiden mit einem Lied, überreichen unsere Schals "Barsbüttel 2010 Schweiz". Diese Schals haben uns während der vergangenen 10 Tage gute Dienste erwiesen. Erich und Walter genießen dieses Abschieds-zeremoniell anscheinend. Es war schön und sehr interessant, die Beiden bei uns zu haben.

11.08. Straßburg, Abschiedsessen in Bad Homburg
Nach dem Frühstück gibt's das Geburtstagsständchen für Klaus. Auch er bekommt die Girlande mit unseren Wünschen. Wir nehmen Abschied von der Schweiz. Durchs Elsaß fahren wir nach Straßburg. Thierry ist unser Stadtführer. Er ist ein zauberhafter, temperamentvoller Franzose, der uns im Schnelldurchgang Straßburgs Altstadt zeigt, die Geschichte nahe bringt. Wir bewundern das Gerberviertel "Petite France", die Brücken, Fachwerkhäuser, die Kirche St. Thomas, die Straßenbahn, verweilen auf dem Gutenbergplatz und natürlich vor dem Straßburger Münster. Das ist der älteste gotische Sakralbau aus dem Mittelalter. Wir lauschen interessiert. Die Geschichte des Baus ist faszinierend, Dann betreten wir die Kirche, bestaunen den Hochaltar, die Kanzel. Die Geschichte vom kleinen Hund des Pastors ist rührend.
Die große astronomische Uhr weckt unser Interesse. Mondkalender, die vielen Figuren, die vielen unterschiedlichen Scheiben, das ist ein unbeschreibliches Kunstwerk. Inzwischen knurrt uns der Magen. Im Alten Zollhaus essen wir Flammkuchen und trinken Wein. Um 15.00 Uhr geht's weiter zu unserem letzten Stopp: Bad Homburg. Dort gibt es um 19.30 Uhr das Abschiedsessen in der Kartoffelküche. Das junge Team hat ein tolles Abendessen für uns vorbereitet. Aus dem gemeinsamen Singen wird wegen der Akustik nichts. Trotzdem haben wir viel Spaß.

12.08. Bad Homburg , Barsbüttel
Ein bombastisches Frühstücksbuffet erwartet uns. So etwas haben wir auf dieser Tour noch nicht gehabt, einfach lecker!
Um 10.00 Uhr stehen 3 Stadtführer für uns bereit. Zwei Gruppen unternehmen eine Stadtführung, eine Gruppe eine Kurparkführung.
Die Stadtführung beginnt auf dem alten Marktplatz, auf dem sich eine bemerkenswerte Plastik befindet. Aus Metall hat ein Künstler eine Gruppe von Laterneläufern erstellt. In Bad Homburg wird jedes Jahr ein Laternenfest gefeiert, an dem Leute aus der Umgebung teilnehmen. Am Rande dieses Platzes befindet sich ein sehr schönes, langgezogenes, gepflegtes Fachwerkhaus und ein größerer Bau, der einst ein Waisenhaus war. Heute finden dort Seminare statt. Wir passieren die Rindsche Straße, die nach zwei Brüdern benannt wurde, die viel für die Stadt getan haben. U.a. gibt es noch den "Rindschen Bürgerstift". Sehr interessant finden wir einen Hutladen, der Modelle der Hutfabrik Möckel verkauft. Diese Firma hat ca. 1806 einen Hut namens "Homburg" an den britischen Thronfolger, späteren König von England, verkauft. Dadurch wurde der "Homburg" und die Stadt über die Grenzen hinaus bekannt. Adenauer hat auch solch einen "Homburg" getragen. Kaiser Wilhelm II hat sich in Bad Homburg als Sommersitz ein Schloss bauen lassen. Die Sommerterrasse - gebaut aus Fragmenten einiger Säulen aus einem abgerissenen Kloster - erlaubt einen Blick weit über das Tal bis zum Taunus-Gebirge. Im Schlosspark befindet sich eine riesige, ca. 200 Jahre alte Libanon-Zeder.
Die 1906 erbaute Erlöserkirche ist ein weiterer Höhepunkt. Von außen zeigt sie sich als trutziger Backsteinbau mit einem mächtigen Portal. Innen sind wir von der glanzvollen Pracht erschlagen. Die mächtige Kuppel und die Wände sind mit funkelnden Mosaik-Ornamenten versehen. Überwältigend ist das riesige Christusbild in der Apsis. Kaiser Wilhelm hat auf einer Türkei-Reise die Hagia Sophia in Istanbul besucht und ließ eine ähnliche Kuppel für die Erlöserkirche bauen. Hier singen ein paar Personen aus der Gruppe und alle sind begeistert von der wunderbaren Akustik.
Die dritte Gruppe unternimmt mit der Führerin einen Spaziergang durch den Kurpark. Wir hören viel aus der Homburger Geschichte, hören Klatsch und Tratsch aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Wir erlaufen uns viele Sehenswürdigkeiten, vorbei am Denkmal des Schöpfers des Parkes, Herrn Peter Joseph Lenné, am Hölderlin-Denkmal. Wir bleiben stehen am Siamesischen Tempel, auch Thai-Sala genannt. Der König von Siam stiftete ihn 1907 als Dank für seine Genesung. König Bhumipol und Königin Sirikit besuchten diese Gedenkstätte 1960.
Vorbei geht's an Tennisplätzen. Wir hören, dass hier 1876 die ersten Tennis-Anlagen auf dem Kontinent eingerichtet wurden. Wir gehen vorbei am Kaiser-Wilhelms-Bad, an der Spielbank, am salzhaltigen Ludwigsbrunnen sowie dem Kaiserbrunnen. Der älteste Golfplatz Deutschlands, gegründet 1889 von den Engländern, hat es uns angetan. Gleich nebenan bewundern wir die Russische Kirche, die Louis Benoit aus St. Petersburg entworfen hat. 1896 wurde sie eingeweiht.
Die Stadtrundgänge und der Kurparkspaziergang in Bad Homburg waren ein würdiger Abschluß einer wundervollen Reise voller phantastischer Eindrücke.
Nach einigen Stunden Busfahrt steigen wir gegen 19.00 Uhr glücklich und zufrieden aus dem Bus. Barsbüttel hat uns wieder.

Ina Ahlrichs