Seien Sie herzlich willkommen auf unserer Homepage. Der Bürgerverein bietet Veranstaltungen für alle Interessierten in und um Barsbüttel an, jeder ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen.
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Reisebericht der Städtereise an die Donaustädte und nach Prag

vom 06. bis 15. Oktober 2015               

 

 

Dienstag, 06. Oktober 2015  

 

Pünktlich um 07.00 starten wir am Rathaus Barsbüttel zu unserer Reise. Heute haben wir viele Kilometer vor uns. Unser Fahrer, Herr Schröder, und der wunderbare Bus lassen uns die lange Fahrt genießen.

Das erste Bürgervereins-Picknick zelebrieren wir in Osterfeld südlich von Leipzig. Das Wetter ist super, die Stimmung perfekt. Der "Grüne Veltliner" schmeckt prima, weckt die Vorfreude auf die Wachau.

Den Abend beschließen wir in Deggendorf in großer Runde vor dem Haus der "Knödelwerferin". Das war ein gelungener, runder erster Reisetag.

 

Mittwoch, 07. Oktober 2015  

 

Linz, europäische Kulturhauptstadt 2009. Es langt nur zu einer Stippvisite. Wir spazieren durch eine moderne City im Regen. Unser erstes Ziel ist der neugotische "Neue Dom". Nach seiner Fertigstellung 1924 gab man ihm den Namen "Maria Empfängnis Dom". Er war damals die größte Kirche Österreichs. Die Turmhöhe beträgt 134,8 Meter. Höher durften die Linzer nicht bauen, denn der Stephans­dom in Wien musste der höchste Kirchturm der Monarchie bleiben. Besonders sehenswert sind die Glasfenster sowie die Orgel, die zu den größten Europas zählt.

Eines der für Linz09 entwickelten Projekte nannte sich "Turm-Eremit". Interessierte haben die Möglichkeit, eine Woche lang im Turm zu wohnen. Dabei sind sie von der Außenwelt abgeschieden. 2009 musste der "Eremit" Tagebuch führen. Auch heute wird dieses Turm­zimmer noch "vermietet". Die Sache mit dem Tagebuch wird aber nicht mehr "abgefragt".

Vor dem Dom steht ein besonderer Brunnen, der auch als Projekt Linz09 erbaut wurde. Es stehen dort Röhren, aus denen Wasser sprüht, wie Nebel.

Wir treffen uns wieder beim "Lentos", das ist ein Museum für moderne Kunst, ein wunder­barer, moderner Bau direkt an der Donau.

Der Abschied von Linz wird uns versüßt durch Mechthilds Mini-Linzertörtchen. Vielen Dank!

Weiter geht die Fahrt nach Melk. So ein Unterschied: Stift Melk erschlägt uns mit seinen prunkvollen Räumen, so viel Gold!! Im eigenen Tempo erkundigen wir die vielen Räume: Kaiserzimmer, die reich geschmückte, barocke Decke im Marmorsaal ist unbeschreiblich kunstvoll. In der anschließenden Bibliothek stehen ca. 100 000 wertvolle Bände und ca. 2.000 Handschriften.

Unser Tagesziel heißt Emmersdorf in der Wachau. Wir sind Gäste in einem netten, familien­geführten Hotel direkt an der Donau. Wir werden herzlich aufgenommen.

 

Donnerstag, 08. Oktober 2015  

 

Den ersten Termin haben wir bei der Firma Bailoni. Der Inhaber führt uns mit Stolz durch seinen Betrieb, erzählt von seinen verschiedenen Marillengärten. Durchschnittlich stehen in den Gärten nur ca. 100 Bäume. Die unterschiedlichen Höhenlagen der Gärten sind wichtig wegen der eventuellen späten Frosteinbrüche im Frühling. Im Sommer kann Trockenheit die Ernte bedrohen. Wir sehen zu beim Füllen, Etikettieren und Verpacken der Flaschen, pro­bieren im Verkaufsraum später die verschiedenen Liköre.

Als nächstes Ziel steuern wir Stift Göttweig an, ein wunderschönes Benediktinerstift hoch oben auf dem Berg. Unsere Führung beginnt in der Kirche, führt uns durch unterschiedliche Räume, sehr edel, sehr geschmackvoll. Der riesige Treppenaufgang mit dem wunder­schönen Deckengemälde hat es uns angetan. Lange verweilen wir in den verschiedenen Räumen. Mit den Thesen und dem Gedankengut der Benediktiner können wir uns gut identifizieren. Wir fahren zurück nach Melk, wo an der Anlegestelle der Donaudampfer für uns bereit steht, der uns nach Dürnstein fährt. Wir genießen eine total entspannte Mini-Kreuzfahrt. Eine kleine Runde gehen wir durch das romantische Weinstädtchen Dürnstein. Dann starten wir die Weiterfahrt nach Wien. Die österreichische Haupt- und Millionenstadt empfängt uns mit abendlichem Berufsverkehr und Regen. Unser Hotel liegt im 9. Bezirk, ziemlich zentral und herrlich ruhig in einer Sackgasse.

 

Freitag, 09. Oktober 2015  

 

Früh treffen wir Elisabeth, unsere kompetente Führerin. In unnachahmlicher Art bringt sie uns die Millionenstadt mit dem geschichtsträchtigen Hintergrund nahe. Wir schlendern durch den Garten des Schlosses Belvedere (schöne Dinge sehen), hören nebenbei von Prinz Eugen, der sagenhaften, kleinen Gestalt, bestaunen wundervolle alte Gebäude, hören vom Leben und Denken der Wiener. Ganz farbenfroh begrüßt uns das Hundertwasserhaus und das kleine Village. Wir staunen, daß Hundertwasser mit diesem, für ihn so typischen Baustil sehr im Sinne des Sozialen Wohnungsbaus ein Mehrfamilienhaus errichtet hat. Er ist schon sehr speziell, dieser Hundertwasser.

Anschließend haben wir Freizeit in Wien, schlendern zum Stephansdom, der uns wie bei jedem Besuch, in seinen Bann zieht. Auf der Kärntnerstraße beobachten wir die vielen Leute, versuchen unsere zahlreichen Eindrücke zu verarbeiten und fahren mit der Straßen­bahn zurück zum Hotel.

Abends fährt uns Herr Schröder zum Heurigen nach Grinzing. Bei Familie Maly sind wir an­ge­meldet. Es gibt viel zu essen, Wein zu trinken, Musik und Spaß mit den Musikern.

Als besonderen Abschluss schenkt uns Herr Schröder eine Fahrt über den Kahlenberg. "Wien bei Nacht" liegt uns zu Füßen. Toll und sehr beeindruckend: Klosterneuburg liegt in der Ferne, wunderschön!


Samstag 10. Oktober 2015  

 

Übers Dreiländereck fahren wir nach Bratislava. An der Donaupromenade erwarten uns die beiden Stadtführer, die eine sehr kundig, sehr kompetent, er nicht so.

Wir besichtigen die neu restaurierte Burg, werden zum 84,3 m tiefen Wasserloch geführt, das in früheren Zeiten die Wasserversorgung sicherte, hören die Historie Bratislavas, er­kunden die Altstadt. Es ist viel los, viel Jugend in der Stadt, fröhlich und umkompliziert. In Bratislava hat sich einiges getan. Unverkennbar sind wichtige Touristenpunkte kunstvoll restauriert worden, allerdings ist auch noch sehr viel zu tun. Wir erkunden nach der Führung die Innenstadt mir ihren verwinkelten Sträßchen und den interessanten Innenhöfen.

Nachmittags fahren wir in unser Hotel am Stadtrand. Ein riesiges Shopping-Center befindet sich in den ersten Etagen dieses neuen Hochhauses, in den oberen Etagen sind die Zimmer des sehr schönen Hotels unter gebracht.

Ein gemeinsames Abendessen gibt es im benachbarten Pub Bastion.

Im 13. Stock des Hotels genießen wir die zauberhafte Aussicht auf das erleuchtete Bratislava bei Nacht.

 

Sonntag, 11. Oktober 2015  

 

Nach einem ausgezeichneten Frühstück verlassen wir am frühen Morgen das angenehme Hotel. In Györ treffen wir Edit, unsere Führerin während unserer Zeit in Ungarn. Zünftig be­grüßt sie uns in Ungarisch, übersetzt ihre Worte aber netterweise ins Deutsche.

Auf dem Weg nach Esztergom erzählt sie uns von Ungarn, von Viktor Orban, von den Restaurationsarbeiten in der Stadt.

Die gewaltige St. Adalbert-Kathedrale an den Ufern der Donau zeigt sich schon von weitem als mächtiges Bauwerk. Der Portikus erinnert mit seinen Säulen und dem dreieckigen Giebel­dach an die griechische Antike. Er wird von zwei monumentalen Glockentürmen flankiert. Im Inneren der Kathedrale werden die gewaltigen Ausmaße des Sakralbaues erst so richtig deutlich. Das Kirchenschiff ist fast 120 m lang und knapp 50 m breit. Es umfasst eine Fläche von 5.600 m². Ebenfalls gewaltig ist das Altarbild des italienischen Künstlers Michelangelo Grigoletti. In der altägyptisch gestalteten Krypta ruhen die Erzbischöfe des Erzbistums Esztergom-Budapest. (aus Frank's travelbox).

Die Kathedrale und die Krypta haben uns sehr gefangen genommen. Wir stehen vor den Grabplatten und hören die Lebensgeschichte des Kommunismus-Gegners Jozsef Mindszenty, dessen Grab zur Pilgerstätte geworden ist, hören von seelischer und körper­licher Folter, Isolationshaft und Heiligsprechung.

Noch ganz beeindruckt von der riesigen Kathedrale und dem Gehörten verzehren wir unsere Picknickreste. Es ist toll, hier im Trockenen stehen zu können. Von der Burgruine schauen wir aufs Donauknie. Es ist friedlich hier oben.

Weiter führt uns der Weg ins Künstlerdorf Szentendre. Leider verliert das süße Städtchen seinen Charme im strömenden Regen. Zuflucht suchen wir im interessanten Marzipan-Museum, besuchen Michael Jackson, Lady Di und andere Legenden aus Marzipan.

Mit vielen Gesprächen klingt der Tag bei einem Abendessen aus.

 

Montag, 12. Oktober 2015  

 

Budapest intensiv mit Edit: Wir fahren hoch auf den Burgberg und besuchen den Helden­platz, die wundervolle, gerade restaurierte Matthiaskirche, die Fischer-Bastei, blicken hinunter auf die beiden Seiten: Buda und Pest, in der Mitte die Donau, oben: das königliche Palais, der wunderbare Aussichtspunkt ist Weltkulturerbe geworden. Wir sehen die Elisabeth­brücke, die Friedensbrücke, Kettenbrücke, fahren vorbei am Gellertberg mit der Friedensstatue. 120 Thermalquellen gibt es in Budapest, sie speisen die Thermalbäder. Wir fahren hinunter in die Stadt, bewundern die Markthalle, die neue Synagoge, die Fuß­gänger­passagen.

Abends gibt es eine kurze Fahrt nach Budafok zum Weinlokal. Hier sehen wir das größte gefüllte Weinfass, in leeren Weinfässern sind lauschige Plätze eingerichtet. Für uns ist eine lange Tafel gedeckt. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken. Eine Folklorekapelle spielt zauberhafte, temperamentvolle Weisen für uns. Wir bewundern die Künstler, allen voran den jungen Teufelsgeiger mit den schwarzen Augen. Tänzer und Tänzerinnen erfreuen uns mit unterschiedlichsten Tänzen, beziehen zum Teil uns mit ein. Es ist ein schöner, übermütiger, entspannter, harmonischer Abend. Die Heimfahrt führt durch das beleuchtete Budapest, die historischen Gebäude zu beiden Seiten der Donau sind traumhaft schön anzusehen.

 

Dienstag, 13. Oktober 2015  

 

Fahrt nach Prag. Unterwegs macht uns Herr Schröder auf eine Vogelstatue am Hang auf­merksam. Sie heißt Tatamanya, hat eine Flügelspannbreite von 15 m und erinnert an die Freiheitskriege.

An der Grenze zwischen der Slowakei und der Tschechischen Republik bemerken wir viele LKW-Kontrollen. Bei unserer Ankunft in Prag werden wir schon von unseren beiden Stadt­führerinnen Jana und Brigitte erwartet. Sofort beginnen wir mit einer ersten Stadt­führung. Janas Erklärungen sind wunderbar kurz, knapp und informativ. Sie schlendert mit uns zum Wenzelsplatz, über den Hauptplatz mit der astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus, vorbei an der Teynkirche mit den beiden Türmen, durch das jüdische Viertel, vorbei an den beiden Synagogen, am Agneskloster und zu unserem Hotel.

Abends erkunden einige von uns die Altstadt, andere genießen die Annehmlichkeiten des Hotels.

 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

 

Um 09.00 Uhr beginnen wir mit unserer intensiven Führung an und in der Prager Burg, besichtigen markante Räume, den gewaltigen Veitsdom, hören die Geschichten der Prager Fensterstürze (der letzte war 1618 der Auftakt zum 30-jährigen Krieg). Wir nehmen die Treppe, über die die Pferde bei den Paraden geführt wurden. Der Weg abwärts führt durch die sehr romantische Schloßgasse und endet an der Moldau.

Hier wartet das Fahrgastschiff  PRAHA auf die Gruppe. 2 Stunden befahren wir mit Jana die Moldau, werden mit köstlichem Essen verwöhnt, mit hervorragendem Prager Schinken und verschiedenen Beilagen. Der frisch zubereitete Palatschinken ist dann wirklich der krönende Abschluss. An der Karlsbrücke dümpelt die PRAHA ein wenig vor sich hin, so daß wir vom Oberdeck die Möglichkeit zum Fotografieren haben. Nach dieser sehr erholsamen Fahrt auf der Moldau bummeln wir durch die eindrucksvollen Straßen über quirlige Plätze. Im Café Bond legen wir einen interessanten Zwischen-Stopp ein. Prag ist für viele ein Höhepunkt dieser umfangreichen Städtereise.

Am Abend geht es in ein uriges Lokal in der Altstadt. Wieder einmal erfreut uns eine landes­typische Folklore-Gruppe mit Musik und Tanz.

Nach herzlichem Abschied von dieser Gruppe beschließen wir einige Stunden später den Abend mit einem langen Spaziergang zur Karlsbrücke und entlang der Moldau. Unser Auf­enthalt in Prag war wirklich sehr kurz. Wir kommen bestimmt wieder.

 

Donnerstag, 15. Oktober 2015

 

Koffer packen, ein letztes Mal einladen. Wir nehmen Abschied von Prag und fahren auf der Autobahn gen Dresden. Eigentlich wollen wir noch eine Pause in Dresden machen, ver­zichten aber darauf wegen des starken Regens. Erst einige Zeit nach Dresden lässt der Regen nach. Er war ein treuer Begleiter auf unserer Tour durch wunderschöne, sehr unter­schiedliche Donaustädte und durch Prag. Unabhängig vom Wetter sind wir uns einig, es war eine unvergessliche Reise mit vielen Höhepunkten. Wir möchten nichts davon missen.

Es hat Freude gemacht, mit dieser liebenswerten Gruppe unterwegs zu sein.

 

Ina Ahlrichs

 

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